|
Großen Anklang fand der erstmals von Maxon und dem PC Magazin ausgeschriebene
3D-Contest Virtuelle Träume.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen.
3D-Artists aus Frankreich, Österreich und Deutschland beteiligten sich am erstmals von Maxon und PC Magazin
ausgeschriebenen Wettbewerb Virtuelle Welten.
Den größten Andrang gab es erwartungsgemäß in der Amateurkategorie. Sehr zur Freude der Jury,
die sich aus der professionellen 3D-Grafikerin und Fachbuchautorin Katharina Sckommodau, Maxon-Vertreter
Markus Kamp und PC-Magazin-Redakteur Peter Knoll zusammensetzte, zeichneten sich fast alle Werke
durch hohes Niveau aus. Dadurch führten bereits kleinste Fehler zu Punktabzügen in den Bewertungskategorien,
Originalität, Grafische Gestaltung und Technische Umsetzung.
Besonders erfreulich: Viele der eingereichten Amateur-Arbeiten hätten manchem Profi Ehre gemacht.
Das gilt ganz besonders für das Siegerbild in dieser Kategorie: Am Werk Künstliche Kunst von Hubertus Reuber,
im Hauptberuf Ausbilder für Maler und Lackierer, vergab die Jury in allen Punkten die Höchstwertung.
Sein Werk variiert zwar einen an sich bekannten Ansatz - die Angst, die Computertechnik könne die
künstlerische, menschengeschaffene Kreativität bedrängen. Doch auch die intelligente Abwandlung
dieses Motivs verrät bereits ein hohes Maá an Originalität.
Auf Platz 2 bei den Amateuren kam Andreas Schmidt mit der anspruchsvollen Animation Dimensions.
Hier überzeugte die Jury die genaue Kameraführung, präzise Übergänge und der in sich stimmige Ablauf.
Kleine Punktabzüge gab es für die teilweise ausbaufähige Texturierung. Auf den dritten Platz kam das
stimmungsvolle Rallyebild von Volker Römer, das nicht zuletzt durch seine grafische Qualität besticht.
Sehr gut gefiel uns in dieser Kategorie auch das Werk des Viertplatzierten,
Anton Lindner: Sein Still Der Stein des Weisen ist grafisch sehr anspruchsvoll. Leider verhinderten
ein Texturierungsfehler sowie fehlender Flächenschatten eine noch bessere Platzierung.
Knapp dahinter platzierte die Jury ein originelles, aber etwas unsauber texturiertes Bild von
Eike Mosler, gefolgt von der sehr plakativen, aber technisch nicht besonders anspruchsvollen
Bildmontage von Achim Scholz, das Frösche beim Autofahren zeigt.
In der Profi-Liga setzten sich zwei bekannte Grafiker an die Spitze:
Die Wahl-Berlinerin Irma Ariallah überzeugte mit besonders originellen Einfällen und präsentierte
eine gewagte Mischung aus superrealistischem Modelling und Zeichentrickelementen. Sie zeigte einen Tuareg,
der in der Sahara per Laptop einen verrotteten Mercedes in eine nagelneues Modell zurückzaubert.
Ariallah teilt sich den Sieg mit dem unter anderem durch seine Buchveröffentlichungen bekannten
Illustrator Erik Kinting. Dessen humorvoller Zeichentrickfilm Die Longoliers punktete insbesondere durch
seine grafisch und technisch perfekte Umsetzung.
Platz Drei ging an den Münchner Klaus Busse. Das Standbild Zur fröhlichen X-Meise zeigt im Stil der
Jägermeister-Werbung aufgespießte, futuristische Käfertrophäen an der Wand. Busses Werk glänzt vor
allem durch das präzise, besonders aufwändige Modelling der einzelnen Figuren.
Knapp am Treppchen vorbei rutschte die Arbeit des Berliner Architekten Nils Meier:
Seine Animation Oldtimers Traum war die technisch wohl schwierigste Arbeit des Wettbewerbs.
Meier setzte dafür auch Motion Capturing ein, um seine liebevoll konstruierten Modelle in reale
Filmszenen einzusetzen.
Aus Sicht der Redaktion hat sich der groáe Aufwand für den erstmals durchgeführten Wettbewerb gelohnt,
an dem sich als Ko-Sponsoren namhafte Firmen wie Microsoft, MSI, Corel, Top Systems und Panda
beteiligt hatten.
Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist daher geplant.
...bei den nachfolgenden Bildern war ich Oktober 2003
in der Kategorie Amateure mit Platz 18 dabei...
|