Turm im barocken Baustiel

1721

 

 

 

Altar mit Gruft

Altar mit Gruft

 

 

Husittenfenster

Hussitenfenster

 

Abteikirche

Abteikirche

 

Die Abteikirche St. Marienstern

Ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche aus der zweiten Hälfte

des 13. Jahrhunderts. Der Westgiebel (Eingang der Kirche) wurde 1721 im

Stil des Barock angefügt. Wie jede Zisterzienserkirche hat sie keinen Glockenturm,

stattdessen nur einen niedrigen Dachreiter. Die hochgotische Innenarchitektur

stellt sich nach der Renovierung in den 60er Jahren wieder in ihrer ursprünglichen

Reinheit dar.

Die Kirchenfenster weisen reiches Maßwerk auf. Eine besondere Kostbarkeit

stellen die Scheiben des Fensters seitlich des Hochaltars dar. Sie wurden um

1375 gemalt und zeigen Bildnisse verschiedener Heiliger sowie Wappen adliger

Familien.

Als die Kirche 1429 während der Hussitenkriege ausbrannte, blieben diese

Glasmalereien unbeschädigt (daher „Hussitenfenster“ genannt). Bild oben-rechts!

 

 

Madonna

 Madonna

 

 

Die Heiligen

Die Heiligen

 

 

Bernhard der III. 

Bernhard der III.

(Burgherr von Kamenz)

 

 

Die Gruft der Abteikirche beherbergt die sterblichen

Überreste Des Stifters von St. Marienstern

und seines Neffen,

mehrerer Abtissinnen und auch einiger vornehmer

Katholiken am Dresdener Hof.

 

Die entsprechenden Epithaphe und Grabmale sind zum

Teil von besonderem historischen und künstlerischen

Wert.

Die Grabplatten für Bernhard III. von Kamenz (Stifter)

und dessen Neffen Heinrich

wurden an der Nordwand aufgestellt

(Gruft unmittelbar vor den Altarstufen

 Bild oben-mitte )

 

Grabplatte

Grabplatte Bernhard III.

und Neffe Heinrich

 

 

Leben in St. Marienstern

 

Ist es noch zeitgemäß, in einem beschaulichen Kloster zu leben – als

Mönch, als Nonne ? Was tun die Menschen dort? Warum ziehen sie

Sich so zurück? Aus welchen Beweggründen leben sie?

Diese und manche andere Fragen mögen dem kommen, der mit der

Existenz von Klostergemeinschaften in unserem 20. Jahrhundert kon-

frontiert wird – sei es, weil er bisher glaubte, das könne es doch nicht

mehr  geben – sei es, weil er einem „Geheimnis“ auf der Spur kommen

möchte – sei es echtes persönliches Angerührt sein.

 

Auf viele derartige Fragen, vor allem die tiefergehenden, läßt sich

schwerlich eine allgemeingültige, erschöpfende Antwort geben.

 

Es gibt Dinge, real existierende Gegebenheiten, die mit Logik, mit

dem Verstand nur sehr unzulänglich zu fassen sind:

DIE WELT DES GEISTIGEN

 

Gestaltung und Fotos J. Zschiedrich